Arizona (USA) > Land & Leute
Zahlreiche Geschichten, die sich um den wilden Westen ranken, haben ihren Ursprung in Arizona. Doch wer glaubt, die Zeit sei hier stehen geblieben, irrt gewaltig. Vor allem die Hauptstadt Phoenix steht anderen modernen Metropolen in nichts nach.
Dabei scheint die Vergangenheit mancherorts noch sehr lebendig. In einigen kleineren Orten hat sich in den letzten 100 Jahren nur wenig verändert. Ein Paradebeispiel dafür ist Tombstone, eine der bekanntesten Kleinstädte der USA. Mit seinen Holzhäusern und hochgelegenen Bürgersteigen sieht der Ort aus wie die Kulisse für einen Western. Nachdem der Gründer gegen Ende des 19. Jh. in der Nähe Silber entdeckt hatte, zog es Tausende von Menschen auf der Suche nach dem schnellen Reichtum hierher. Bald gab es in Tombstone alles, was man heute mit dem wilden Westen verbindet: Revolverhelden, Barbesitzer und schöne Damen in den Saloons. Hier trieben Wyatt Earp und Doc Holliday ihr Unwesen, die später in zahllosen Filmen und Geschichten zu Helden gemacht wurden, obwohl sie Gesetzesbrecher waren. Doch nicht alle Orte sind heute noch bewohnt. Zahlreiche Geisterstädte, Ruinen und verlassene Minen zeugen von der vergangenen Pracht und Hoffnungen, die manchmal in Erfüllung gingen, oft jedoch enttäuscht wurden. Einen neuen Aufschwung erlebte Arizona mit dem Zweiten Weltkrieg. Das dünn besiedelte Land erwies sich als hervorragend geeignet für Übungen der Luftwaffe. Die Staatskassen füllen sich heute vor allem durch die Industrie, insbesondere die Luftfahrt und Elektronik. Der relative Wohlstand zeigt sich hauptsächlich in den hübschen modernen Städten wie Tucson und vor allem Phoenix, das mit architektonischen Juwelen, zahlreichen Geschäften und sehenswerten Museen aufwarten kann.
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