Bayerischer Wald (Deutschland)
Auf einer Lichtung tanzen Schmetterlinge, in der Ferne hämmert ein Buntspecht seine Höhle in den Stamm. Hoch oben im Geäst huscht ein neugieriges Eichhörnchen vorbei und steuert elegant mit seinem buschigen rostroten Schwanz die nächste Tanne an.
Der Bayerische Wald im Osten des Freistaates ist unberührte Natur und Ruheoase für erholungssuchende Wanderer, Forschungsraum für Zoologen und Botaniker - und vor allem Rückzugsgebiet für zahlreiche Wildtiere. In großen Freigehegen kann man mit etwas Glück Bären, Luchse oder Wölfe beobachten, in freier Wildbahn kommen diese Tiere allerdings nicht mehr vor. Urwaldreservate, Bergbäche, Schachten - ehemalige Weideflächen für Stiere - und Hochmoore bieten Lebensraum für die enorme Pflanzenvielfalt. Der Naturschutz genießt höchste Priorität und es wird sorgfältig darauf geachtet, die naturraumtypische Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Zugleich bietet die Landschaft zahlreichen Outdooraktivitäten eine großartige Kulisse. Rafting auf den Flüssen, abwechslungsreiche Wanderstrecken und natürlich hervorragende Wintersportbedingungen machen den Osten Bayerns auch bei aktiven Urlaubern immer beliebter. Höchster Berg der Region ist der Arber, von dem man bei guter Sicht bis weit über die Alpen schauen kann. Er bildet den Gipfel des Gebirges aus Gneisgestein, das von Quarzadern durchzogen ist und mancherorts bizarre Formationen aus erkaltetem Magma bildet, wie am Lusen oder Dreisesselberg. Darüber hinaus bieten die bezaubernden Städte am Rande des Mittelgebirges, Regensburg im Norden und Passau im Süden, ein umfangreiches Kultur- und Sightseeing-Programm, das keine Wünsche offen lässt. Die gut erhaltenen historischen Altstädte mit prächtigen Kirchen und Kathedralen, Palästen und Bürgerhäusern laden zum Bummel ein. Abends locken gemütliche Kneipen oder erstklassige kulturelle Veranstaltungen.
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