Bosnien und Herzegowina > Land & Leute
Riesige unberührte Wälder bedecken weite Teile Bosnien-Herzegowinas, das von zahlreichen Flüssen durchzogen wird. An den Ufern von Una, Sana, Neretva und ihren Nebengewässern sind denn auch die ersten Siedlung in dem gebirgigen Land entstanden.
Verschiedenste Völker und Kulturen haben dem kleinen Land im Laufe seiner wechselhaften Geschichte ihren noch heute sichtbaren Stempel aufgedrückt. In antiken Zeiten noch Teil der römischen Provinz Dalmatien, gehörten Bosnien und die Herzegowina später zum Riesenreich der Osmanen. Die Kleinstadt Mostar war zeitweilig osmanischer Verwaltungssitz in der Region. Noch heute zeugt die berühmte Stari Mosta, die Brücke über den Fluss Neretva, von der kunstfertigen Architektur der Osmanen. Auch in vielen anderen Stätten lässt sich das reiche historische Erbe des Landes an den eindrucksvollen Bauwerken ablesen. Alleine in Sarajevo erzählen eine Reihe kunstvoller Moscheen von der Frömmigkeit ihrer längst vergessenen Erbauer. Älter noch als die islamischen Sakralbauten sind die frühchristlichen Kirchen in der Stadt - die ersten Basiliken sind im 6. Jh. errichtet worden. Archäologische Ausgrabungen in der Gegend um Tuzla beweisen allerdings, dass die Geschichte des Landes noch weiter zurückreicht. Erste Funde datieren bis in die Jungsteinzeit. Die meisten Bewohner des Vielvölkerstaates, rund eine halbe Million Menschen, leben heute im Großraum Sarajevo. In der ursprünglichen Mittelgebirgslandschaft sind nur wenige Menschen in kleinen Dörfern zuhause. Doch egal, wohin der Reisende kommt - die Bewohner begrüßen ihre Gäste mit offenen Armen und nehmen sie vorübergehend in die eigene Familie auf. Ein Stückchen Brot, das dem Gast angeboten wird, gilt als Geste der Höflichkeit und Gastfreundschaft.
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