Botswana
Afrikas Arche Noah präsentiert sich überraschend vielfältig. Einst als hoffnungslose Sandtruhe von den Briten in die Unabhängigkeit entlassen, verhalfen ungeahnte Diamantenfunde Botswana zu Wohlstand und Stabilität.
Ungefähr so viele Einwohner wie in der Stadt Warschau leben im weitgehend menschenleeren Botswana auf einer Fläche, die größer ist als Frankreich. Die Halbwüste Kalahari mit ihren Trocken- und Dornsavannen ist die dominierende Landschaft Botswanas. Daneben existieren vereinzelt Feuchtgebiete und Salzpfannen, die es in sich haben. Nirgendwo sonst auf dem schwarzen Kontinent versammeln sich Wildtiere aller Arten so ungezwungen und zahlreich um die raren Wasserstellen wie in dem südafrikanischen Staat, der gleichermaßen bei Naturfreunden und Juwelenliebhabern einen guten Klang besitzt. Atemberaubend, spektakulär und grandios sind die Adjektive, die Botswana-Reisenden nach ihrer Rückkehr im Kopf schwirren. Absolute Highlights wie der Chobe-Nationalpark oder das Okavango-Delta sind mehr als gewöhnliche Sehenswürdigkeiten und verzaubern nachhaltig. Der Chobe-Nationalpark mit seinen riesigen Elefantenherden ist nicht nur eine der Hauptbesucherattraktionen des südlichen Afrikas, sondern beheimatet daneben auch mit die größte Zahl an Wildtieren des gesamten Kontinents. In dem Refugium leben sogar noch die vom Aussterben bedrohte Puku-Antilope und der Chobe-Buschbock in freier Wildbahn. Außerdem rühmt sich der Park für seine riesigen Büffelherden. Zwischen April und Oktober ist die beste Reisezeit in das mehr als Zehntausend Quadratkilometer große Reservat. Der Okavango ist mit ca. 1.700 Kilometern Länge einer der längsten und faszinierendsten Flüsse des südlichen Afrika. Er trägt seine Wassermassen nicht ins Meer, sondern lässt sie mitten im staubtrockenen Kalaharibecken, dem zugleich größten Binnendelta der Welt, verschwinden. Das Delta besteht aus Hunderten von Wasserläufen, Seen, Inseln und Sümpfen. Auf einer Fläche von der Größe Schleswig-Holsteins konzentriert sich daher eines der größten und tierreichsten Feuchtgebiete der Erde. Die abgelegene Region gilt gemeinhin als erster Ort, an dem Menschen im südlichen Afrika vor über Viertausend Jahren sesshaft wurden und mit der Aufzucht von Vieh begangen.
Ihr Verlauf
Granada (Spanien) > Puerto Plata (Dominikanische Republik) > Togo > Saint Vincent und die Grenadinen > Botswana
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