Fidschi > Essen & Trinken
Essen kann auf den Fidschi-Inseln zu einem echten Abenteuer werden, bei dem schon alleine die Zubereitung sehenswert ist.
Zu besonderen Anlässen, zum Beispiel wenn Gäste bewirtet werden, bereiten die Fidschianer ein Lovo zu. Für das traditionelle Gericht werden Steine in ein loderndes Feuer geschichtet, bis sie in der Hitze weiß werden. Ist das Feuerholz entfernt, werden die Zutaten auf den Steinen verteilt. Üblicherweise besteht die unterste Schicht aus Wurzelgemüse und Brotfrüchten, darüber liegen Fisch, Fleisch, Meeresfrüchte und Hummer. Das Ganze wird mit einer weiteren Schicht Steinen und einer Lage Bananenblättern abgedeckt und geschmort. Ein eventuell anwesender Dorfhäuptling erhält als Zeichen des Respekts den Kopf des gegarten Tieres, sei es Fisch oder auch Schwein. Das restliche Essen wird unter allen Anwesenden verteilt. Viele Gerichte werden mit frischem Obst und Kokosnüssen gekocht. Auch für das Palusami ist Kokosfleisch wichtige Zutat. Aus jungen Taroblättern werden kleine Schalen geformt, die mit ausgekratztem Kokosfleisch und Wasser gefüllt werden. Fisch, Fleisch und verschiedene Gemüse werden gewürfelt und hinzugefügt. Mit Brotfruchtblättern zu festen Päckchen verschnürt, wird auch das Palusami zwischen heißen Steinen gegart. Ohne Kochfeuer lässt sich Kokoda zubereiten. Dafür wird roher Fisch in Kokosnussmilch und Limettensaft mariniert. Als Beilage passen Raurau, ein Gericht aus Taroblättern, oder auch gekochte Duruka, ein spargelähnlich aussehendes Gemüse, das jedoch viel geschmackliche Ähnlichkeit mit Kartoffeln hat. Zum Frühstück schmecken Kokospfannkuchen verfeinert mit Bananen und Limettensaft. Aber auch als gelungener Abschluss eines fidschianischen Menüs schmecken die süßen Eierkuchen. Beliebt sind auf allen Fidschi-Inseln Getränke aus den Früchten des Kava-Strauchs. Die Yagona-Zeremonie, bei der nach genau festgelegtem Ritus die zerstampften Früchte mit Wasser zu einem dünnflüssigen Brei vermischt werden, ist wichtiger Bestandteil der Kultur. Für europäische Zungen ist der Genuss allerdings gewöhnungsbedürftig: Kava-Früchte hinterlassen ein taubes, pelziges Gefühl auf der Zunge.
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