Haiti
Hispaniola ist nach Kuba die zweitgrößte der Großen Antillen-Inseln in der Karibik. Die östlichen zwei Drittel der Insel werden durch den Staat Dominikanische Republik eingenommen, im kleineren westlichen Teil liegt die Republik Haiti.
Die Westküste der Insel bildet eine riesige Bucht, benannt nach der in ihr liegenden Insel Gonave. Wie auf den meisten Antillen-Inseln gibt es auch auf Hispaniola Gebirgszüge vulkanischen Ursprungs, deren Höhenzüge mit bis zu knapp 2.700 Meter als höchste Berge der Karibik gelten. Durch große Höhenunterschiede, verbunden mit steilen Abhängen und schroffen Schluchten, ergeben sich unterschiedliche - aber immer recht üppige - Vegetationsarten: tropische Regenwälder mit Dickicht, lichtere Bergwälder, Savannen- und Dornbuschlandschaften. Es gibt relativ wenig Säugetiere auf der Insel, jedoch zahlreiche Vogel- und Insektenarten, Reptilien wie Krokodile und ungiftige Schlangen und Meerestiere, z.B. Schildkröten und Langusten. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Schwarzen, Mulatten und Weiße bilden eine kleine Minderheit. Offiziell bekennt sich fast die gesamte Bevölkerung zum Christentum - 80 Prozent sind katholisch, zehn Prozent protestantisch. Tatsächlich praktizieren drei Viertel der Einwohner verschiedene Voudou-Kulte. Amtssprachen der rund acht Millionen Einwohner Haitis sind Französisch und Kreolisch. Die landschaftlichen Kontraste beginnen bereits an der Küste, wenn die Augen zum Einen den weißen Sand und dann das dunkle Grün der Palmen wahrnehmen. Dieser Kontrast setzt sich im Landesinneren fort, wo das dunkle Lavagestein einen Gegensatz zu den leuchtend grünen Urwäldern bildet. Die Hauptstadt Port-au-Prince bietet kulturelle Sehenswürdigkeiten bei einem touristischen Besuch.
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