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In kaum einem anderen europäischen Land wird das Leben so vom Rhythmus der Natur bestimmt und ist zugleich so modern und weltoffen wie auf der Insel im hohen Norden.

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Im Sommer, wenn die Sonne kaum unter dem Horizont verschwindet und es nur für wenige Stunden dämmert, scheint sich das Leben vollständig auf der Straße abzuspielen, Kinder spielen bis spätabends draußen, während Erwachsene jeden Sonnenstrahl genießen. In den dunklen Wintermonaten hingegen wird die (kostenlose) Erdwärme zum Heizen genutzt, dann macht man es sich zuhause gemütlich, feiert ausgiebig Weihnachten im Kreis der Familie. Ein unvergessliches Erlebnis ist dann ein Bad in einem dampfenden, angenehm temperierten Freibad, wenn rundherum der Schnee glitzert und langsam Eiszapfen wachsen. Die meisten Isländer sind Nachfahren der norwegischen Wikinger, die ab dem 9. Jh. die Insel besiedelten und das Althing gründeten, die Volksversammlung, die sich alljährlich auf dem Versammlungsplatz Thingvellir traf. Dieses Nationalheiligtum östlich von Reykjavík wurde von der Unesco im Jahr 2004 zum Weltkulturerbe erklärt, noch 1944 wurde hier die unabhängige Republik Island ausgerufen. Von einem Aussichtspunkt haben Besucher einen beeindruckenden Blick über den Thingplatz und den größten See Islands, den Thingvallavtn.

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