Italienische Alpen und Seen (Italien)
Ein einzigartiges Ensemble aus Berg und Wasser prägt die oberitalienische Grenzregion. Es markiert den Übergang von der alpinen in die mediterrane Welt, von der rauen, erhabenen Kargheit in die milde, süße Leichtigkeit.
In den Südtiroler Dolomiten oder Tessiner Alpen ist der Berg noch Berg: Gewaltig, schroff, himmelstürmend türmt er sich in seiner ganzen Wucht auf. Doch mit jedem Schritt Richtung Süden weitet sich der Blick, öffnen sich die Täler, bis schließlich die lombardischen Seen auftauchen: Lago Maggiore, Luganer See, Comer See, Gardasee. Die Flora gibt sich plötzlich mediterran mit Palmen und Oleanderbüschen, die schneebedeckten Gipfel spiegeln sich im Seewasser, die einfache Berghütte wird zur mondänen Villa mit Seeblick. Aus diesem Gegensatz speist sich der Zauber einer Region, die schon Künstler und Intellektuelle im 19. Jh. inspirierte. Heute dauert es, ausgehend von Gotthard oder Brenner, nur wenige Stunden, um das Gebiet zu durchqueren, aber Monate, um es zu erkunden. Die sakralen Kunstschätze der Kirchen, die prachtvollen Parks, Villen und Straßencafés der mondänen Seestädte laden zum Flanieren, Bummeln und Entspannen ein. Die berühmten aristokratischen Sommersitze und Villen harmonieren wunderbar mit der leuchtend grünen Landschaft. Ihre virtuose Gartenkunst und mediterrane Architektur zeugen von der überaus erträglichen Leichtigkeit des Seins an den lieblichen Gestaden der Seen.
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