Kalabrien (Italien)
Für Italiens warme Stiefelspitze als Reiseziel gibt es viele gute Gründe: Nicht nur weitläufige Strände und kristallklares Wasser locken, auch archaische Nationalparks, schneebedeckte Berge, viel Kultur und eine Gastfreundschaft von aufrichtiger Herzlichkeit.
Für die griechischen Siedler im 8. Jh. v.Chr. war Kalabrien das gelobte Land. Und so mag es auch heute manchem Urlauber erscheinen, der im Sommer das angenehm warme Mittelmeer genießt oder die verschiedenen Gebirgsmassive erwandert. Denn es gibt viel zu entdecken in diesem Landstrich, der in seinen Hochlagen eher an schottische Highlands als an mediterrane Bergzüge erinnert. Das Landesinnere mit seinen duftenden Pinienwäldern, jahrhundertealten Hirtenpfaden und beeindruckenden Schluchten steht als Parco Nazionale della Calabria unter besonderem Schutz. Die Seen Lago Ampollino, Lago Arvo und Lago di Cecita bieten Angelfreunden reiche Beute und Spaziergängern wunderschöne Wege am Ufer. Im Winter locken die höchsten Gipfel des Sila-Gebirges Skifahrer zum Wedeln in der weißen Pracht. Viele verschiedene Herrscher eroberten die begehrte, da strategisch günstig gelegene Region - typisch für Kalabrien sind deshalb Orte, die wie Festungen gesichert wurden und noch heute einen wehrhaften Charme verbreiten. Ein Glück aber ist diese wechselvolle Vergangenheit für den heutigen Gast, da er unterschiedlichste kulturelle Spuren entdecken kann: die Überreste griechischer Tempel von Locri, die ungewöhnliche byzantinische Kirche Cattolica bei Stilo oder das normannische Kastell in Cosenza. Einen Besuch wert ist auch das Museo Nazionale in Reggio di Calabria, das zwei kunstvoll gearbeitete, überlebensgroße Bronzestatuen aus der Antike beherbergt.
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