Niger
80 Prozent der Landesfläche des Binnenlandes Niger bestehen aus Wüstengebieten, wobei im Westen Kies- und im Osten die riesige Ténéré-Sandwüste dominieren.
Im Südwesten breitet sich nahe dem Fluss Niger eine Savannenlandschaft aus. Der restliche Süden ist Bestandteil der Sahelzone, wo in der Regenzeit Feldbau, ansonsten Viehzucht möglich ist. Die südlichen Landesteile stellen das dichter besiedelte Kernland dar. Die Landschaft wird größtenteils von weiten Ebenen bestimmt, nur in der Landesmitte erhebt sich schroff das Aïr-Gebirge mit Höhen bis zu 2.300 Metern. Im nördlichen Niger herrscht kontinentales Wüstenklima mit großen Temperaturschwankungen im Tagesverlauf. Hier fallen oft mehrere Jahre lang keine Niederschläge. Der Süden hat wechselfeuchtes tropisch-heißes Klima mit einer Regenzeit von Juni bis Mitte Oktober. Amtssprache ist Französisch, drei Viertel der Bevölkerung sprechen auch Haussa. Außerdem werden Songhai-Djerma, Ful, Tamaschagh und die Sprachen von Minderheiten gesprochen. Die Bevölkerung setzt sich zur Hälfte aus Haussa, zu rund 20Prozent aus Songhai-Djerma und je zehn Prozent Tuareg, Fulani, Kanuri und anderen Minderheiten zusammen. Die Einwohner des Landes sind fast ausnahmslos sunnitische Moslems. In touristischer Hinsicht wird Niger kontinuierlich ausgebaut. Safaris und Wandertouren können am besten unternommen werden. Die Hauptstadt Niamey ist kulturell sehenswert. Auf den farbenprächtigen Märkten können lokale Produkte wie Leder- und Töpferwaren erstanden werden, und auf dem Fluss Niger sind abwechslungsreiche Kanutouren möglich. Besonders attraktiv ist der W-Nationalpark am Fluss Niger, der aufgrund seiner einzigartigen Landschaft und Tierwelt von der Unesco als Weltnaturerbe unter besonderen Schutz gestellt wurde. Neben Antilopen, Zebras, Geparden und einer vielfältigen Vogelwelt lebt hier eine der letzten Giraffenherden Westafrikas.
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