Paraguay
Der gigantische Rio Paraguay fließt mitten durch das Herz des südamerikanischen Landes und teilt es in zwei vollkommen verschiedene Teile.
Während staubig-trockene Luft im Gran Chaco Einwohnern wie Reisenden die Luft nimmt, ist der weite Oriente dicht mit undurchdringlichem, tropischem Grün bedeckt. Eine Reise durch Paraguay ist ein lohnenswertes, wenngleich abenteuerliches Unterfangen. Die wenigen Straßen sind kaum einmal asphaltiert, allenfalls rund um die größeren Städte des Landes wie Asuncion oder Concepcion - das mit seinen prachtvollen, von reichen Immigranten errichteten Bauwerken übrigens als schönste Stadt Paraguays gilt. Die holprigen Pisten führen vorbei an riesigen Latifundien, auf denen gigantische Rinderherden grasen - damals wie heute von Gauchos im Sattel zäher Pferde bewacht. Gastfreundliche Dorfbewohner laden durstige Reisende gerne auf ein kühles Blondes und ein Stückchen Fleisch ein. Sollte es mit der Verständigung hapern, schließlich sprechen die allermeisten Paraguayer noch heute Guarani, die Sprache der Ureinwohner, müssen eben Hände und Füße weiter helfen. Auf einer Tour durch den urwüchsigen Wald des Landes oder den trockenen Chaco ist ein Stückchen hausgebackener Apfelkuchen sicherlich nicht das Erste, was ein Besucher erwartet; allzu ungewöhnlich ist das in Paraguay jedoch keinesfalls. In einigen Orten leben seit Generationen recht wohlhabende, deutschsprachige Mennonitengemeinschaften, die noch heute ihre mitgebrachten Traditionen pflegen.
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