Westschweiz (Schweiz) > Land & Leute
So faszinierend und vielfältig sich die Westschweiz über der Erde präsentiert, so spannend sind auch unterirdische Besuche im Val-de-Travers und bei Col-des-Roches: Asphaltminen und unterirdische Mühlen zeugen vom Erfindergeist früherer Generationen.
1711 wurden die natürlichen Asphaltvorräte südwestlich von Neuchâtel entdeckt und bis 1986 abgebaut, um Straßen in London, New York oder Sydney zu glätten. Seitdem ziehen die Minen Tausende Besucher an, die sich unter Tage von dem schwarzen Geschäft ein Bild machen. Einzigartig in Europa sind die unterirdischen Mühlen Col-des-Roches südwestlich von La Chaux-des-Fonds: Vom 16. bis zum 19. Jh. nutzten Müller die Kraft des Wassers im Fels, um damit Getreide zu mahlen. Das in einer Grotte verborgene 'Wasserkraftwerk' wurde dabei immer weiter ausgebaut und trieb schließlich über ausgeklügelte Leitungen und Radsysteme sogar Hammer- und Sägewerke an. Die Lösung technischer Probleme scheint die Bewohner des Pays de Neuchâtel schon immer herausgefordert zu haben. So wundert es nicht, dass auch das Uhrmacherhandwerk zwischen Genf und Basel zu höchster Präzision und Kunst entwickelt wurde. Doch die Schweizer Leidenschaft für Genauigkeit vereint sich im Westen der Eidgenossenschaft mitfranzösischem Savoir-vivre. Daraus entsteht eine lebenswerte Mischung aus Zuverlässigkeit und Lebensfreude, aus Beständigkeit und Leichtigkeit, die einen Aufenthalt zwischen Seen und Gebirgen zum besonderen Vergnügen macht.
mondino.de - Wir haben Urlaub.



